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Stadler Citylink-Vorführung auf der Innotrans

Auf der alle zwei Jahre in Berlin stattfindenden Bahnmesse Innotrans ließen wir uns den Citylink (Modell Chemnitz) als potentielles Fahrzeug für den Spargelexpress vorführen. Im Gespräch mit dem Team aus Stadler-Mitarbeitern hat sich bestätigt, dass das Konzept des Fahrzeuges auch für die Strecke zwischen Harvesse und Braunschweig geeignet ist. Das Fahrzeug lässt sich sowohl elektrisch (Straßenbahn-Oberleitung) als auch über einen Dieselmotor antreiben. Den Ingenieuren ist es gelungen, den unterschiedlichen Anforderungen und Richtlinien von Vollbahn- und Straßenbahnbetrieb gerecht zu werden. Gleichzeitig ist das Fahrzeug komfortabel und ansprechend sowie sicher gestaltet. Näheres findet sich auch im Datenblatt.

Wir meinen: Trotz der Herausforderung des Spargelexpresses, Straßenbahn- und Vollbahnbetrieb zu kombinieren, ist ein für unser Vorhaben passendes Fahrzeug verfügbar und ist in Chemnitz in einem vergleichbaren Projekt bereits unterwegs.

Außenansicht des Stadler Citylinks

Außenansicht des Citylinks

Die Sitzplätze sind bequem und modern gestaltet

Die Sitzplätze sind bequem und modern gestaltet

In den beiden Mehrzeckbereichen können z.B. Rollstühle, Kinderwagen oder Fahrräder mitgenommen werden

In den beiden Mehrzweckbereichen können z.B. Rollstühle, Kinderwagen oder Fahrräder mitgenommen werden

Gemeinsame Radtour nach Wendeburg

Mit insgesamt 13 Personen haben wir unsere Radtour nach Wendeburg erfolgreich angetreten. Die interessierten Teilnehmer konnten sich ein Bild machen, wo sich die zukünftigen Haltestellen befinden und wo der Spargelexpress fahren soll. Auch technisch interessante Punkte wie Bahnübergänge konnten so besprochen und direkt in Augenschein genommen werden.

Der Abschnitt Ölper-Watenbüttel verlief auch entlang der sehr vollen B214. Mit Park+Ride Parkplätzen in Harvesse kann der Spargelexpress die Straße im Berufsverkehr entlasten.

Der Abschnitt Ölper-Watenbüttel verlief auch entlang der sehr vollen B214. Mit Park+Ride Parkplätzen in Harvesse kann der Spargelexpress die Straße im Berufsverkehr entlasten.

Nach 12 km kommen wir am Ziel Bahnhof Wendezelle an und werden mit Erfrischungen und Snacks begrüßt.

Nach 12 km kommen wir am Ziel Bahnübergang/Bahnhof Wendezelle an und werden mit Erfrischungen und Snacks begrüßt.

Fahrradtour “Spargelexpress – auf nach Wendeburg” (2. Termin)

Achtung: Neuer (zweiter) Termin am 30.08.2016

Der “Spargel-Express” könnte auf der inzwischen reaktivierten Güterbahnstrecke auch Personen befördern: Von Wendeburg bis in die City von Braunschweig. Wie ein solcher Einstieg in einen deutlich verbesserten Schienen-Regionalverkehr aussehen könnte, werden wir bei einer Fahrradtour nach Wendeburg erläutern.

Termin: 30.08.2016, 17:00 bis ca. 20:00
Treffpunkt: Gifhorner Straße / An der Hafenbahn (Bahnübergang am VW-Werk)
Länge: ca. 30 km
Kosten: Spende für Imbiss erbeten
Info: Tel. 0531-3104820 (R. Slawski)

Noch wartet man vergeblich in Watenbüttel auf den Personenzug nach Braunschweig. Wie schneller Bahnverkehr von Wendeburg über Watenbüttel nach Braunschweig aussehen könnte, wollen wir Ihnen bei der Fahrradtour zeigen.

 

Alt gegen neu

Auf der früheren Seite unserer Initiative (http://www.pro-zug-kunft.de) (Hinweis: Seite wird nicht mehr aktualisiert; diese Seite ersetzt sie) finden sich über zehn Jahre alte Bilder der Bahnstrecke nach Harvesse. Interessant wirkt der Vergleich mit heute: Nachdem lange Zeit die Weiche nach Harvesse ausgebaut und lediglich Verkehr zum Abfallentsorgungszentrum möglich war, können nun auch wieder Züge nach Wendeburg und Harvesse fahren.

Fehlender Abzweig nach Wendeburg Nun eingefügte Weiche

Kritik an Ergebnis der Wirtschaftlichkeitsberechnung

Der Lenkungskreis zur Reaktivierung von Bahnstrecken in Niedersachsen hat nun die Gutachten zur Wirtschaftlichkeitsberechnung veröffentlicht:Dabei soll die Reaktivierung von drei Bahnstrecken vorangetrieben werden:

  • Einbeck-Mitte – Einbeck-Salzderhelden (Investitionsvolumen: 8 Mio. Euro)
  • Salzgitter-Lebenstedt – Salzgitter-Fredenberg (5,23 Mio. Euro)
  • Neuenhaus – Bad Bentheim (15,1 Mio. Euro)

Bei den ersten beiden Strecken handelt es sich um sehr kurze (ca. 2 bzw. 4 km lange) Abschnitte, d.h. nur eine “richtige” Strecke (ca. 28 km) bleibt übrig. Gemessen an dem Gesamtvorhaben und den Erwartungen, die im Vorfeld an das Verfahren geschürt wurden (6-8 Strecken, später 3-5 Strecken), fällt das Ergebnis des Verfahrens absolut enttäuschend aus.

Bislang wurden zudem leider nur wenige, kurze Präsentationsfolien mit den groben Ergebnissen vorgestellt. Eine detaillierte, aussagekräftige Betrachtung liegt nicht vor. Laut diesen Ergebnissen liegt das Nutzen-Kosten-Verhältnis für die Bahnstrecke Harvesse-Braunschweig bei 0.7; für einen (volks-)wirtschaftlichen Betrieb wird ein Wert von mindestens 1 benötigt.

Allerdings wird bereits aus der Präsentation deutlich, dass nur die klassische Bahnstrecke von Harvesse über Gliesmarode zum Hauptbahnhof geprüft wurde. Entgegen unserer Idee wird bei der klassischen Bahnstrecke das Hauptzielgebiet der potentiellen Fahrgäste – die Branschweiger Innenstadt – nicht angebunden. Dadurch sinkt die Anzahl Fahrgäste erheblich und die Wirtschaftlichkeit bricht ein.

Wir fragen uns:

  • Wurde der ohnehin stattfindende Ausbau der Bahnstrecke für den VW-Güterverkehr berücksichtigt? Wie kommen dennoch die beträchtlichen Baukosten zustande?
  • Wieso geht das Gutachten von einer sinkenden Einwohnerzahl in Wendeburg aus?
  • Wurde eine Entlastung des von Stau geplagten Ortsteils Watenbüttel durch Verkehrsverlagerung auf die Schiene ausreichend berücksichtigt? Gibt es ein P+R-Konzept?
  • Wurde die große Anzahl an Arbeitsplätze, die mit der Bahn effektiv an den öffentlichen Personennahverkehr angebunden werden, ausreichend berücksichtigt?
Strecke bei Wendeburg

Gleisertüchtigungen in Wendezelle für die Anbindung des VW-Logistikzentrums.

Diese Fragen können erst geklärt werden, wenn das vollständige Gutachten vorliegt. Daher fordern wir, dass das Gutachten im Sinne eines transparanten Verfahrens veröffentlicht bzw. den Bürgern zugänglich gemacht wird!

In einem weiteren Schritt ist es notwendig, auch unsere Ideen einer Innenstadtdurchfahrung mit leichten Triebwagen (Spargelexpress) in das Verfahren aufzunehmen und zu prüfen. Wir sind uns sicher, dass dadurch erheblich mehr Fahrgäste gewonnen werden können, weil viele Relationen dann schnell und bequem mit dem Spargelexpress erreichbar sind. Ferner können parallele Busverbindungen in die Innenstadt eingestellt oder auf anderen Wegen sinnvoller eingesetzt werden, sodass hier gleichzeitig ein Einsparpotential sowie eine weitere Verkehrsverlagerung auf die Schiene stattfindet.

NDR-Beitrag online

Der gelungene Beitrag des NDRs zur Reaktivierung von Bahnstrecken in Niedersachsen mit einem besonderen Schwerpunkt auf den Spargelexpress wurde am 1. Februar ausgestrahlt und ist nun auch online verfügbar:

Link zum Beitrag in der NDR-Mediathek

Es ist erfreulich, dass wir mit unterschiedlichsten Unterstützern das Projekt präsentieren konnten und ein gutes Zeichen, dass gerade wir stellvertretend für die Reaktivierungspläne des Landes ausgewählt wurden.

NDR dreht “Hallo Niedersachsen”- Beitrag zum “Spargelexpress”

Der NDR hat am vergangenen Freitag einen Beitrag zum Spargelexpress als Beispiel für eine der zu reaktivierenden Strecken in Niedersachsen gedreht. Der Dreh verlief in Zusammenarbeit mit der Bürgerinitiative “pro Zug-kunft”, die sich vor Ort in Wendeburg für den Spargelexpress einsetzt und zu den bedeutensten Unterstützern des Projektes zählt. Als Vertreter der BI wurde Josef Efken interviewt, zudem kam auch Wendeburgs Bürgermeister Gerd Albrecht als Unterstützer zu Wort. Damit konnte die Initiative erfolgreich den Medien die vielen Vorteile der Strecke aufzeigen.

Strecke bei Wendeburg

Noch liegt die Bahnstrecke bei Wendeburg im Dornröschenschlaf. Auf ihr könnten die Züge schnell und bequem in das braunschweiger Stadtzentrum fahren.

Über den Dreh und die Bahnstrecke wurde auch in der Presse berichtet:

Beitrag der “Peiner Allgemeine Zeitung” vom 24. Januar 2015: Download, Internetversion (Ohne Abo nur Kurzfassung)

Beitrag der “Peiner Nachrichten, BZV Medienhaus” vom 23. Januar 2015: Download Teil 1, Download Teil 2

Beitrag der “Peiner Nachrichten, BZV Medienhaus” vom 24. Januar 2015: Download

Die Krux mit den Schranken

Lange Dauerstaus vor den Bahnschranken – dies sind Befürchtungen der Spargelexpress-Kritiker. Diese Befürchtungen basieren auf ihren aktuellen Beobachtungen. Tatsächlich ist aktuell die Schrankenschließzeit z.B. in Watenbüttel ziemlich lang, da die Schranken mechanisch herunter gekurbelt werden müssen und erst dann der (lange Güter-)Zug langsam den Bahnübergang überquert.

Für eine moderne Stadtbahnstrecke muss allerdings zwangsläufig die Bahnübergangstechnik auf einen neuen Stand gebracht werden – ansonsten kann der Betrieb ohnehin nicht vernünftig durchgeführt werden. Im französischen Lyon findet sich das Beispiel Tram T3, das von der Streckengestaltung her einige Parallelen mit dem geplanten Spargelexpress aufweist. Hier wird eine ehemalige Güterstrecke –  nach einem entsprechendem Ausbau – nun als schnelle Stadtbahn mit Halten in den Ortszentren und längeren, schneller befahrenen Abschnitten dazwischen betrieben. Die Straßenkreuzungen werden größtenteils mit Schranken gesichtert. Trotz eines hohen Taktes (bis zu 12 Bahnen pro Stunde und Richtung zur Hauptverkehrszeit) kommt es hier eben nicht zu langen Staus an den Schranken, da sie nicht länger als eine gewöhnliche Straßenampel den Verkehr stoppen.

Aus der Sicht eines Straßenbahnfahrers kann man gut erkennen, wie kurzfristig die Schranken geschlossen und wie schnell sie dann überquert werden:

In dem folgenden Beispiel liegt der Bahnübergang unmittelbar an einer Haltestelle, daher braucht die abbremsende Bahn wenig länger, um ihn zu überqueren. Im Video links befindet sich eine Weiche, die dabei von der Bahn abzweigend überquert wird. Trotz dieser komplizierteren Konstellation beträgt die Wartezeit deutlich unter eine Minute.